Fit und flott mit dem Pedelec unterwegs

Vortrag am 08.03.2018

Herr Rudi Czipull ist Referent bei der Verkehrswacht des Landkreises Oldenburg und informierte die Mitglieder des Clubs VR-Aktiv Plus über den Umgang mit einem Pedelec im Straßenverkehr.
 
Und da viele Mitglieder des Clubs VR-Aktiv Plus mit der Zeit gehen, besitzen auch schon einige ein Elektrofahrrad. Grundsätzlich gibt es drei Arten von Elektrofahrrädern. Die Fahrräder teilen sich auf in Pedelecs, schnelle Pedelecs und E-Bikes.

Wie unterscheiden sich die zwei Pedelec-Klassen?

Das Wort Pedelec setzt sich aus den englischen Begriffen „pedal“ für Pedale, „electric“ für elektrisch und „cycle“ für Fahrrad zusammen.

Das Wort „Pedal“ steht dafür, dass die Nutzer bei einem Pedelec auch treten müssen. Der aus dem Akku generierte Strom unterstützt den Fahrer bis maximal 250 Watt beim Treten.
Das Pedelec fährt nicht von allein. Die Unterstützung gibt es allerdings auch nur bis zu 25 Kilometer pro Stunde.

Die schnellen Pedelecs unterstützen die Fahrleistung bis 45 Kilometer pro Stunde. Da sie allerdings den Kleinkrafträdern zugeordnet werden, brauchen sie unter anderem eine Zulassung und ein Kennzeichen. Zudem wird ein Führerschein der Klasse AM benötigt, und die Fahrer müssen – im Gegensatz zum einfachen Pedelec – einen geeigneten Schutzhelm tragen.

Was ist ein E-Bike?

E-Bikes können von selbst fahren. Der Elektroantrieb wird durch einen Drehgriff oder Schaltknopf bedient. Fahren die E-Bikes nicht schneller als 25 Kilometer pro Stunde und haben eine Motorenleistung unter 1000 Watt, gelten sie als Kleinkraftrad. Auch sie müssen zugelassen und mit Kennzeichen versehen werden. Es besteht ebenfalls Helmpflicht.

Welche Vorteile bieten Räder mit Unterstützung?

Besonders im fortgeschrittenen Alter helfen Räder mit elektrischer Unterstützung, in Bewegung zu bleiben. So kann Herzproblemen und Diabetes vorgebeugt werden. Bei Kurzstrecken kommen die Fahrer nicht mehr so verschwitzt an. Wer einen Partner hat, der in der Regel viel schneller fährt, kann so besser mithalten. Auch Kinder in einem Anhänger können damit leichter gezogen werden.

Wie fährt man sicher mit einem E-Fahrrad?

Ein Helm ist zwar keine Pflicht, doch Rudi Czipull empfiehlt gerade aufgrund der höheren Geschwindigkeiten einen zu tragen. Auch gute Sichtbarkeit mittels Reflektoren an der Kleidung und in den Speichen ist wichtig, um von den Autofahrern gesehen zu werden.

Zudem sollten die Fahrer von E-Rädern bedenken, dass es für Autofahrer noch ungewohnt ist, wenn Radfahrer so schnell fahren. Daher sollten sie umsichtig fahren. Wer unsicher ist, kann mit Pedelec oder E-Bike an einem Fahrsicherheitstraining mit Rudi Czipull teilnehmen.

Auf welchen Wegen darf man mit E-Rädern fahren?

Schnelle Pedelecs und E-Bikes sind auf Radwegen verboten. Pedelecs hingegen gelten laut Straßenverkehrsordnung als Fahrräder. Daher muss ein Radweg befahren werden, wenn ein Schild mit blauem Untergrund und einem weißen Fahrrad darauf für den Radfahrer sichtbar am Weg angebracht ist.

Bei einem weißen Schild mit der Aufschrift „Fahrrad frei“, kann der Radweg benutzt werden. Dabei muss allerdings der Verkehrssituation angepasst gefahren werden. Die Radfahrer müssen Rücksicht auf die Fußgänger nehmen.

Ergänzt wird dieser Vortrag mit der Besichtigung der Firma Derby Cycle in Cloppenburg. Die Firma Derby Cycle gehört zu den größten Herstellern von E-Rädern.