Kauf und Verkauf aus steuerrechtlichen Gründen

Strafrechtlichen Ärger vermeiden

Verkaufen Sie Wertpapiere an sich selbst oder - nach vorheriger Absprache - an nahestehende Personen und verweisen dabei auf steuerrechtliche Gründe? Durch solche Geschäfte werden Verluste mit Gewinnen verrechnet. Diese sind jedoch verboten!

Zwei der häufigsten verbotenen Geschäfte im Börsenhandel sind die sogenannten "mit sich selbst Geschäfte" (Wash-Trades) und "abgesprochene Geschäfte mit anderen Personen"., z.B. mit Ehepartnern, Kindern, Eltern oder Freunden (Pre-Arranged Trades).

Ein Arbeitsplatz: hier können Order-Geschäfte getätigt werden
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"Mit sich selbst Geschäft" (Wash-Trade)

Bei einem Wash-Trade handeln Personen mit demselben Wertpapier mit sich selber. In diesem Fall werden typischerweise fast gleichzeitig eine Order und eine gegenläufige Order (Verkauf und Kauf) für dasselbe Wertpapier in das Online-Brokerage System eingegeben. Entweder über das Depot bei einer Bank oder über zwei Depots bei unterschiedlichen Banken.

Abgesprochenes Geschäft (Pre-Arranged Trade)

Bei einem Pre-Arranged Trade sprechen sich zwei oder mehrere Personen beim Verkaufs- und Kaufauftrag mit im wesentlichen gleichen Stückzahlen und Preisen vorher ab. Typischerweise erfolgt der Verkauf und Kauf fast gleichzeitig. Als abgesprochen gelten auch Geschäfte, die mittels Depot-Vollmacht z.B. über Depots von Ehepartner, Kinder, Eltern oder Freunde abgewickelt werden.

Strafrechtlich gesehen

Sowohl die Wash-Trades, als auch die Pre-Arranged Trades sind nach Art. 12 der europäischen Marktmissbrauchsverordnung (MAR) als Marktmanipulation zu betrachten und grundsätzlich verboten. Eine Durchführung solcher Order-Geschäfte ist daher strafbar.

Wie mache ich es richtig?

Achten Sie bitte immer darauf, dass die zuerst eingegebene Order bereits zur Ausführung gekommen ist, bevor Sie die zweite Order zum selben Wertpapier in das System eingeben.

Aktualisiert am 08. November 2018 von Anna-Lena Feldmann.